Unterbrechung-Mittendrin

5 Minuten Zeit für Besinnung, Meditation, Impulse
mitten am Tag, in der Mitte der Woche

Idee und Gestaltung: GUIDO SCHÜRENBERG – 4700124 – gs@aachen.de

Foto: Phillipp Becke

Wirklichkeiten

All unser Tun, aber auch unser Nicht-Tun bewirkt etwas. Jede*r von uns gestaltet und erlebt so seine eigene Wirklichkeit, wie auch die gesellschaftliche Wirklichkeit.
Meine Mutter, ein Kriegskind aus dem Ruhrgebiet, drückte ihr Gefühl angesichts mancher Situationen eher resignierend mit einer Phrase aus: “Da kannze nix machen!”. Die folgerichtige Konsequenz, gar eine Verhaltensoption blieb sie aber dann schuldig. Man erwartete immer ein …, als …: als warten, als nochmal von vorne anfangen, als aushalten, als zurückschlagen, als drüber nachdenken, …
Die Herausforderungen unseres Lebens jetzt, sind nicht weniger existenziell als vor 60 und mehr Jahren. Sie fordern uns heraus uns zu positionieren und zu handeln.
Wir erleben uns in Krisensituationen teils persönlich, teils gesellschaftlich. Krise kommt von krinein = sich entscheiden. Angesichts der großen, global wirksamen Krisen unserer Zeit Klimawandel, Flucht und Vertreibung, Pandemien, … und ihrer Folgen Hunger, Dürre, Flutkatastrophen, Krieg, Gewalt, Epidemien, gesellschaftliche Verrohung, Hass … kann ich nicht sagen „Da kannze nix machen“.
Vielleicht ist ein Unterschied zu “früher” – als auch vieles nicht gut war und manches sogar noch schlechter – dass wir mehr Möglichkeiten haben unsere Wirklichkeit zu gestalten; für uns und für die kommenden Generationen Mensch und andere Lebewesen auf diesem Planeten.
Allerdings trifft dieses mehr an Möglichkeiten auch auf immer komplexere Herausforderungen.
Unsere Reaktion: Reduktion der Komplexität durch Konzentration auf den Nahbereich.
Die passenden VolksWeisheitSprüche: „Mein Hemd ist mir näher als der (Geh-)Rock“ „Erstmal vor der eigenen Tür kehren!“
Das macht Sinn und wenn viele so handeln führt dies in der Summe auch zu globalen Veränderungen. Allerdings kommt es auf die gemeinsame Intention an. Sie ist die Motivation zur Gestaltung einer neuen Wirklichkeit – und einer lebenswerten Zukunft.
„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der Welt verändern.“
Stefan Zweig, Österreichischer Schriftsteller (1881-1942)
GS 23. Sept 2020

Glaubend genießen

Ein Papstwort wurde in der vergangenen Woche mal wieder zum Aufreger. Bei den einen, weil sie diese Offenheit und Lebenszugewandheit der katholischen Kirche und ihren hochrangigen Vertretern nicht (mehr) zugetraut haben, und bei den anderen: Das kann doch nicht wahr sein!
Was hat er gesagt? “Gut gekochtes Essen und liebevoller Geschlechtsverkehr: Der Genuss von beidem ist “göttlich” (katholisch.de aus einem Interviewbuch von Carlo Petrini, Gründer der “Slow Food”-Bewegung)
Diese im Grunde alten, biblischen Weisheiten wurden den katholisch und auch evangelisch Glaubenden ja über Jahrhunderte vorenthalten, gar als Sünde und des Teufels etikettiert. Franziskus gesteht ein, dass eine “übereifrige Moral enormen Schaden verursacht habe, der in einigen Fällen auch heute noch stark spürbar ist…. Aber: Die Freude am Essen und die sexuelle Lust kommen von Gott”.
Paulus und die asketischen Mönchsbewegungen waren für diese Leib- und Lustfeindlichkeit sicherlich prägend, um sich von der Dekadenz der römischen Gesellschaft abzusetzen, die die egomanische Leibeslust eher vergöttlichte.
Die biblischen Geschichten schildern Jesus aber als lebenszugewandten Menschen, der genießen konnte und über den sich seine moralisierenden, orthodox-religiösen Gegner deshalb echauvierten: „Er ist ein Schlemmer und Säufer, und die schlimmsten Leute sind seine Freunde!«. (Mt 11,19) – Weil er nicht ihrem Bild eines vorbildlichen „heiligen“, weil gottgewollten Lebenswandels entsprach.
Papst Franziskus, der eher unkonventionell die kirchliche Lehre sehr lebens-offen präsentiert, geht es um das Leben als Geschenk Gottes. Wir dürfen es in Dankbarkeit und liebevollem Umgang miteinander leben, mit genussvollem Essen und liebevollem Sex – eben einfach göttlich.
Wie Jesus bei Johannes über sich sagt: Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben (Joh 10,10)
Ob sich die päpstliche Lebensweisheit allerdings auf die kirchliche Verkündigung auswirkt?
Wie sagt Jesus auf den Schlemmer-und-Säufer Vorwurf seiner Gegner: „Die Weisheit erweist sich als richtig, und zwar durch das, was sie bewirkt.“ (Mt 11,19)
2500 Jahre vor Papst Franziskus brachte der Weisheitslehrer Kohelet im Alten Testament diese auf den Punkt:
„So kam ich zu dem Schluss, dass es für den Menschen nichts Besseres gibt, als fröhlich zu sein und das Leben zu genießen. Wenn er zu essen und zu trinken hat und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann, ist das Gottes Geschenk.“ (Kohelet 3,12f)
GS 16. Sept 2020

Hier und Jetzt

Immer wieder dominiert die Gespräche in meiner sozialen Blase die Corona-Situation:
Unverständnis für Maskenverweigernde und hin und her eiernde Entscheider und Politiker,
Bedauern für die ausgefallenen Begegnungen und entgangenen Erfahrungen,
Enttäuschung und Zynismus über die vertanen Präsenz- und Seelsorge-Chancen meiner Kirche,
Das Gefühl, sich ständig für das eigene Verhalten und die eigenen Ängste entschuldigen zu müssen,
Angesichts der Unplanbarkeit der Zukunft unverbindlich zu werden,
Immer einen Plan B (und C und D …) vorlegen zu müssen,
Skepsis über die Planbarkeit des Lebens an sich,
Der Verlust der Unbekümmertheit,
Das Positive nicht mehr zu sehen,
Das JETZT nicht zuzulassen,
LÄHMUNG,

Ein Freund bringt es auf den Punkt: UNGELEBTES LEBEN!
In der Bibel lese ich:
Der Apostel Paulus meint sich verteidigen zu müssen wegen einer unvorhersehbaren Planänderung und des möglichen Verdachtes, dass er unverbindlich mit seinen Freunden ist, was seine Botschaft unglaubwürdig machen würde. Er schreibt deshalb an seine Gemeinde in Korinth, dass er zu seinem Wort steht und das man sich auf ihn verlassen kann, genau wie auf Jesus Christus, den er verkündet und der das Ja Gottes zu dieser Welt und zu uns Menschen ist:
„Denn in ihm erfüllen sich alle göttlichen Zusagen. Deshalb sagen wir »Amen, So sei es“. Gott allein befähigt uns und euch, fest für Christus einzustehen. Er hat uns einen Auftrag erteilt und bestätigt, dass wir zu ihm gehören, indem er uns den Heiligen Geist ins Herz gab. Dieser ist eine Sicherheit für alles, was er uns noch schenken wird. (2.Koritherbrief 1)
Wenn ich also mein Leben als Gottes Geschenk annehme habe ich Gottes Zusage dazu, die mir die Kraft gibt es hier und jetzt zu leben.
Ein Gedicht von Christa Peikert-Flaspöhler, das ich in diesen Tagen auf einer alten Schallplatte vertont wieder entdeckt habe, motiviert mich dazu:
Die Zeit zu beginnen ist jetzt, der Ort für den Anfang ist hier
Hier und Jetzt will die Verheißung sprechen
Hier und Jetzt den Teufelskreis durchbrechen

GS 8. Sept 2020

Ins Gebet nehmen

Schon komisch, zum Thema Gebet fallen mir als erstes VolksWeisheitsSprüche ein wie: Not lehrt Beten – Da hift nur noch Beten – Den werde ich mal ins Gebet nehmen (bedeutet, dass man sich jemanden vorknöpft und ihn befragt, wobei dieser Rechenschaft über das ablegen muss, was er getan hat.)
Irgendwie wird Beten offensichtlich auf Not- und Krisen-Situationen fokussiert und vielleicht auch reduziert. “Beten heißt mit Gott zu sprechen – ob es darum geht, Sorgen und Ängste zu teilen, um Vergebung zu bitten oder zu danken.”(ekd.de). Der Aspekt des Dankens und überhaupt der kommunikative Aspekt fehlt mir manchmal.
Am 1. September 2015 rief Papst Franziskus auf, jährlich weltweit an diesem Tag für die (bedrohte) Schöpfung zu beten. In seiner Enzyklika LAUDATO SI hatte er von der “Sorge um das gemeinsame Haus” gesprochen, der Heimat und Lebensgrundlage der Menschheit. Diese gelte es als Gottes Geschenk und Auftrag zu schützen und nachhaltig zu bewahren.
Deshalb ruft er jährlich auf zum weltweiten gemeinsamen Gebet für die Bewahrung der Schöpfung.
Bei der Bewahrung der Schöpfung -ein christliches WertWort aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts- stellt sich die Frage, wer denn für die Bewahrung zuständig ist und irgendwie verharrt der Beter, in einer passiven Haltung. Er erwartet von Gott, dem Schöpfer die Bewahrung seiner Schöpfung. Dabei ist den Schöpfungserzählungen der Bibel zu entnehmen, dass Gott die Bewahrung, Pflege, Gestaltung seiner Schöpfung dem Menschen – also uns übertragen hat.
Von daher müsste eigentlich Gott uns, die Menschheit “ins Gebet nehmen”.
Seit 2 Jahren ist die Sorge um den Erhalt der Schöpfung und die Zukunft der Menschheit auf diesem unseren Heimatplaneten Thema der #fridaysforfuture-Bewegung. Die Jungen fordern von den Älteren radikale Maßnahmen gegen den zerstörerischen Klimawandel, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu haben. Sie nehmen uns, die Boomer in die Verantwortung.
Dabei haben sie Papst Franziskus auf ihrer Seite, der den jährlichen Gebetstag für die Schöpfung nutzt, um die Verantwortlichen für Klimawandel, Ausbeutung und Zerstörung der Lebensgrundlagen zu benennen und “ins Gebet zu nehmen”:
“Länder und Unternehmen aus dem Norden sind durch die Ausbeutung der Naturschätze des Südens reich geworden” Dies habe zu einer “ökologischen Schuld” geführt. Diese Schuld werde umso größer, wenn “multinationale Unternehmen im Ausland das tun, was sie im eigenen Land nicht dürfen. Es ist ungeheuerlich”, warnt Franziskus und fragt: “Wer wird diese Schuld bezahlen?”
Der Papst bittet um Unterstützung und Gebet dafür, “dass die Ressourcen unseres Planeten nicht geplündert, sondern auf faire und respektvolle Weise geteilt werden.” Heute, nicht morgen, gelte es, “Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen”.
Damit sind wir alle gemeint und herausgefordert uns dieser Verantwortung zu stellen und umgehend entsprechend zu handeln – uns zu entschulden.
Dieser Gebetsinitiative schließe ich mich gerne, selbstkritisch und aktiv an.
GS 2. Sept. 2020

Stück vom Himmel, Herbert Grönemeyer 2007
Warum in seinem Namen?
Wir heißen selber auch
Wann stehen wir für unsre Dramen?
Er wird viel zu oft gebraucht
Alles unendlich, unendlich

Welche Armee ist heilig?
Du glaubst nicht besser als ich!
Bibel ist nicht zum einigeln
Die Erde ist unsere Pflicht!
Sie ist freundlich, freundlich
Wir eher nicht

Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot!
Hier ist dein Haus
Hier ist was zählt
Du bist überdacht
Von einer grandiosen Welt

Religionen sind zu schonen
Sie sind für Moral gemacht
Da ist nicht eine hehre Lehre
Kein Gott hat klüger gedacht
Ist im Vorteil, im Vorteil

Welches Ideal heiligt die Mittel?
Wer löscht jetzt den Brand?
Legionen von Kreuzrittern
Haben sich blindwütig verrannt
Alles unendlich, warum unendlich?
Krude Zeit

Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot

Hier ist dein Heim
Dies ist dein Ziel
Du bist ein Unikat
Das sein eigenes Orakel spielt
Es wird zu viel geglaubt
Zu wenig erzählt

Es sind Geschichten,
Sie einen diese Welt.
Nöte, Legenden, Schicksale, Leben und Tod
Glückliche Enden, Lust und Trost

Ein Stück vom Himmel
Der Platz von Gott
Es gibt Milliarden Farben
Und jede ist ein eigenes Rot
Hier ist dein Heim
Dies unsere Zeit
Wir machen vieles richtig
Doch wir machen’s uns nicht leicht
Dies ist mein Haus
Dies ist mein Ziel

Wer nichts beweist
Der beweist schon verdammt viel

Es gibt keinen Feind, es gibt keinen Sieg
Nichts kann niemand verleiden
Keiner hat sein Leben verdient
Es gibt genug für alle
Es gibt viel schnelles Geld
Wir haben raue Mengen
Und wir teilen diese Welt
Und wir stehen in der Pflicht

Die Erde ist freundlich
Warum wir eigentlich nicht?
Sie ist freundlich
Warum wir eigentlich nicht?

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April – August 2020

Januar – März 2020

September – Dezember 2019

Mai – August 2019

Januar – April 2019

Oktober – Dezember 2018

Juli- September 2018

Mai/ Juni 2018

Januar – Ostern 2018


Juli – Dezember 2017

Karneval – Juni 2017

Dezember 2016 – Februar 2017


September – November 2016

Mai – August 2016

Fastenzeit – Pfingsten 2016

Dezember 2015 – Februar 2016


Mai -November 2015

Fastenzeit und Ostern 2015

Januar und Februar 2015


Advent+Weihnachten 2014

August-November 2014

Juni – August 2014

Ostern – Pfingsten 2014

Fastenzeit + Ostern 2014

Januar+Februar 2014


Oktober – Dezember 2013

Juli – September 2013

Pfingsten bis Semesterschluss 2013

Karfreitag – Pfingsten 2013

Januar- April 2013 

Oktober bis Dezember 2012

Ein anderes Vater Unser
Im Nachgang zur Sommerschule mit sambischen und deutschen Studenten, bei der unter anderem das Thema “Globalisierung und privater Konsum” diskutiert wurde
Hagen Rether – Vater Unser

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Advent+Weihnachten 2014

Weihnachten Folge dem Stern traue deiner Intuition die dich entschiedener werden lässt Folge dem Stern der dich zusammenführt mit anderen die die Menschenfreundlichkeit Gottes in allen Dimensionen des Lebens suchen Folge dem Stern der deine dunklen Seiten erhellt im wohlwollenden Blick der Verwandlung Folge dem Stern der Menschen verschiedener Kulturen zur Begegnung beim Essen und …

Fastenzeit und Ostern 2014

Auferstehung Welchen Sinn Hätte die Auferstehung Wenn alles so weiterginge Wenn wir nicht auferstehen Uns weiter ducken Unsere Kraft verstecken Unsere Würde Und die der anderen Welchen Sinn hätte sie Wenn wir nicht aufstehen Stolz, mit geradem Rücken Und erhobenem Kopf Ja sagen und nein Zu gegebener Zeit Für uns sorgen Wie für die anderen …

Fastenzeit und Ostern 2015

Ostern 2015 gott du neubeginn ohne ende du quelle des vertrauens und der versöhnung segne uns mit neuen gedanken und worten die menschen aufhorchen lassen mit neuen gesten und taten die unserer lebendigkeit raum geben segne uns mit träumen und hoffnungen und der bereitschaft zu verzeihen ohne die wir vom gestern nicht loskommen segne uns …

Januar- April 2013

 Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott. 2 Korinther 3,4  Gott meint es gut mit uns. Immer. Darauf können wir uns verlassen. In jeder Lebenslage. Das ist der Kern der Botschaft Jesu. Seine guten Nachrichten von Gott malt er in Geschichten aus und macht sie spürbar und erfahrbar – besonders in seiner kraftvollen …

Januar- Ostern 2018

Aufstand für das Leben – Ostern Obwohl die Namen in den unterschiedlichen Kulturen und Religionen Europas und anderer Klimazonen verschieden sind feiern wir in diesen Tagen weltweit das Wiedererwachen der Natur und die Fruchtbarkeit: Nouruz ist das Frühlingsfest der Perser, Kurden und der Turkvölker Zentralasiens, das chinesische Neujahrsfest., das indische Frühlingsfest Holi, das albanische Fest …

Januar-Februar 2014

Brandsätze! Prügel! Tränengas! – Friedensgebet für Kiew Erneut Ausschreitungen in Kiew, gewaltbereite Demonstranten und ukrainische Sicherheitskräfte gehen in der Nacht zu Dienstag aufeinander los. Brandsätze fliegen. Und Steine. Die Lage wird immer explosiver – und dann sinkt im nächtlichen Kiew mitten auf der Straße ein Mann auf die Knie, liest aus der Bibel. Was mag …

Januar-Februar 2015

… und Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. … (MK 1,31) als ich diesen Satz am Sonntag im Markus-Evangelium hörte, gingen mir die “Handreichungen” oder auch “Nichthandreichungen” der letzten Tage durch den Kopf. Insbesondere die Krisenbegegnungen von Merkel/ Hollande mit Putin. Beim ersten Treffen war anschließend das Händereichen …

Juli – Dezember 2017

Das ist Weihnachten “… Friede auf Erden ist eine Utopie. Die Lieder, die davon handeln, halten den Glauben an eine radikale Alternative fest. Das Leben würde depressiv ohne diese Widerstandslieder. Und wenn sie einen verstören, weil die Wirklichkeit so entsetzlich anders ist, haben sie Erfolg. Denn nur Menschen, die sich stören lassen und etwas vermissen, …

Juli – September 2013

ICH HABE EINEN TRAUM eine Erinnerung an den amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King Für die Rechte von 23 Millionen schwarzen Amerikanern: Martin Luther King während seiner berühmten Rede vor 50 Jahren | © AFP/dpa Am Mittwoch, 28.August 1963 hält der scharze Baptistenpfarrer Martin Luther King vor 250000 Menschen am Lincoln-Memorial in Washington seine berühmte Rede …

Juni – August 2014

and no religion too? In den kriegerischen Auseinandersetzungen dieser Tage und vor allem im arabischen Raum und im Nahen Osten ist immer wieder die Rede davon sie seien religiös motiviert. Religion wird verstanden als Weltanschauungssystem, das menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägt und Wertvorstellungen normativ beeinflusst. John Lennon, ein sehr spiritueller Friedensaktivist, wäre verkannt …

Karfreitag – Pfingsten 2013

PSALM Ich bin vergnügt, erlöst, befreit. Gott nahm in seine Hände meine Zeit, mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen, mein Triumphieren und Verzagen, das Elend und die Zärtlichkeit. Was macht, dass ich so fröhlich bin in meinem kleinen Reich. Ich sing und tanze her und hin vom Kindbett bis zur Leich. Was macht, dass ich so …

Mai – November 2015

Am 3. November, 10 Tage vor den Pariser Anschläge hatte ich unter dem Thema Der Hass und was folgt über den sich ausbreitenden Hass in unserer Gesellschaft und die Folgen gepostet. Wir sollten den Hass  unsere Werte Willkommen, Solidarität, Nächstenliebe leben. Nach den schrecklichen Attentaten in Beirut, Paris und Nigeria hat die französische Bischofskonferenz in …

Oktober bis Dezember 2013

Du bist ein Kind GOTTES! Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, daß wir grenzenlos machtvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich denn um brilliant, wunderschön, talentiert und fantastisch zu sein? Eigentlich, wer bist du um dies nicht …

Ostern – Pfingsten 2014

NachGedachtes – Zeugen gesucht Der Anspruch: “Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt!” (1 Petrus 3, 15b) Das Bauchgefühl: “Puh, das jetzt, bei dieser kirchlichen Großwetterlage, mit all den Skandalen und Skandälchen sich outen: Ja, ich bin katholisch!”? Der Kopf: “Worum geht’s denn bei diesem …

Pfingsten bis Semesterschluss 2013

Kath.net: Originell: Weltweit erster Automat für Rosenkränze Wenn et bedde sich lohne däät – BAP live im Rockpalast Wenn et Bedde sich lohne däät Refr.: Wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl, wat ich dann bedde däät, bedde däät. 1) Ohne Prioritäte, einfach su wie et köhm, fing ich ahn, nit bei Adam …

Unterbrechung-Mittendrin – Fastenzeit-Pfingsten 2016

Eine Bewegung kann die Welt verändern Pfingsten, wo so viel vom Geist die Rede ist, der die Kirche antreibt, der Veränderung bewirkt, …haben mich 2 Facebookposts nachhaltig beeindruckt: Konstantin Wecker, der bekannte Liedermacher, dessen Verdichtungen des Weltgeschehens mich immer wieder inspirieren, schreibt im Nachgang zum Eurovision Song Contest: “Vielleicht waren ja bei dem gestrigen paneuropäischen …

Unterbrechung-Mittendrin – Mai-August 2016

TIEF DURCHATMEN Manchmal fehlt mir buchstäblich die Luft zum Atmen: … wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle, wenn etwas Unvorhergesehenes meine Pläne stört, wenn ich mich als Opfer ungerechter Verhältnisse und Strukturen fühle, wenn mir die Ideen fehlen, wenn es mal wieder nicht so rund läuft, wenn ich mal wieder kleinlich werde, wenn es …

Unterbrechung-Mittendrin August-November 2014

Nachgedanken zum  Christkönigfest (23.November) … Die spannende Frage bleibt: Was mache ich aus einer solchen Zusage, dass Gott mir seine Würde schenkt? Ist die Art und Weise, wie ich lebe, einer solchen Würde würdig? Lebe ich als Tochter/ Sohn dieses Gottes, als Tochter/ Sohn des Königs, der das Leben will? Sind wir Königstöchter und Königssöhne? …

Unterbrechung-Mittendrin Dezember 2015 – Februar 2016

Um Gelassenheit, Einsicht, Mut und Glauben Ich bitte um Gelassenheit, wenn meine Vorstellungen nicht berücksichtigt, meine Pläne nicht eingehalten, meine Wünsche nicht befriedigt, meine Vorschläge nicht ernst genommen werden. Ich bitte um die Einsicht, dass Stürme notwendig sind, Fehler neue Möglichkeiten eröffnen, Widerstand zum Denken anregt, in Krisen eine Chance liegt, Sanftmut weiter führt als …

Unterbrechung-Mittendrin Dezember 2016 – Februar 2017

Auch das noch! Der so getitelte Beitrag der Unterbrechung-Mittendrin vom 28. April 2015 ist seit Beginn dieses Jahres über 300 Mal angeklickt worden. Dieser Beitrag wurde verfasst angesichts des Erdbebens in Nepal Mitte April 2015 und bis Dezember 2016 300mal besucht. Ich habe mich gefragt, woher diese plötzliche Nachfrage  seit Januar nach diesem Impuls-Beitrag kommt …

Unterbrechung-Mittendrin Januar-April 2019

Don’t be a MAYBE, war der Slogan einer inzwischen verbotenen Zigarettenwerbung.Er griff die Etikettierung einer ganzen Generation auf , die der Journalist Autor Oliver Jeges quasi in einer Selbstdefinition als Generation ohne Eigenschaften, ohne Profil – zwar gut ausgebildet, aber ohne Plan und Mut zu Entscheidungen bezeichnet. Sie kommen nicht mit der ihnen gebotenen “Anything …

Unterbrechung-Mittendrin Juli- September 2018

Welt anschauen Die Auseinandersetzungen um die Rodungen im Hambacher Forst bei Düren haben mir wieder mal deutlich gemacht, dass zivilgesellschaftliches und politisches Handeln mit meiner Sicht auf unsere Gesellschaft und unsere Welt zu tun hat. Welche Werte bestimmen mein Leben und Handeln, welche Perspektiven sehe ich für unsere Um- und Mitwelt, meine Zukunft, für diese …

Unterbrechung-Mittendrin Karneval – Juni 2017

Hör auf zu jammern! – Get over it Es gibt immer einen Anlass zu stöhnen und jammern. Mal ist es das Wetter, das nie so ist wie es sein sollte, mal das Zipperlein hier oder da, das mich plagt, mal die Reaktion von der da oder die Welt an sich und die Politik im Besonderen. …

Unterbrechung-Mittendrin Mai – August 2019

CRISIS? – What Crisis? Anflug von Retro-Romantik anlässlich 50 Jahre Woodstock-Festival. Meine Schallplattensammlung aus den 70ern durchgeschaut. Neben anderen lange nicht gehörten Schätzchen, das Album der britischen Rockgruppe SUPERTRAMP von 1975 mit dem Titel CRISIS? WHAT CRISIS? wiederentdeckt. Aufgenommen unter dem Eindruck der 1. Ölkrise. Diese demonstrierte die Abhängigkeit der Industriestaaten von fossiler Energie, insbesondere …

Unterbrechung-Mittendrin Mai/ Juni 2018

Sorgenfrei “Ich zähle täglich meine Sorgen …” war ein Schlager aus der gleichnamigen deutschen Filmkomödie (1960) mit Peter Alexander. Ein typischer heile-wirtschaftswunder-welt Film.Ähnlich belanglos, da nicht existenziell, ist mein tägliches Sorgen: was koche ich heute abend, was ziehe ich heute an, erreiche ich meinen Zug pünktlich, haben wir noch genug zu trinken für das Fußballspiel, …

Unterbrechung-Mittendrin Oktober – Dezember 2018

Alle Jahre wieder die Weihnachts-Botschaft , die Sehnsucht vom Frieden auf Erden,  von peace on earth:»Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.« (Lukas 2,14)Zuwendung aus Liebe schafft Frieden und gibt Hoffnung, dass die Welt eine Frieden-Zukunft hat.Und wie alle Jahre wieder scheinen wir …

Unterbrechung-Mittendrin September – Dezember 2019

… und auf Erden ist Frieden bei den Menschen! Die für menschliches Zusammenleben wichtigste Grundbedingung wirkt in der Weihnachtsbotschaft des Lukas-Evangeliums wie ein Anhängsel zum „Verherrlicht ist Gott in der Höhe…“ Die Verbindung stellt dieser Jesus dar. Seine Geburt verherrlicht Gott, lässt seine Größe erscheinen und bewirkt Frieden den Menschen. Aber entspricht dies wirklich unserer …

Unterbrechung-Mittendrin September-November 2016

Ich fühl mich leer und verbraucht, alles tut weh … Dieser Schnipsel aus einem Songtext von Herbert Grönemeyer (genial präsentiert bei einem Live-Konzert in der Arena auf Schalke), völlig aus dem Zusammenhang gelöst, drückt mein Lebensgefühl in dieser Woche am Ende des Novembers und kurz vor dem adventlichen Lichtermonat Dezember aus. Die sonnigen Momente sind …

Unterbrechungen Okt – Dez 2012

Zu Weihnachten: Gott fragt den Menschen: Wie geht es dir? Und um es genau zu sehen, kam er persönlich vom Himmel herunter, dorthin, wo der Mensch ist. Er sah es und sagt: Ich bleibe da, ich werde wie du, ich werde Mensch. Ich gehe mit dir – bis in den Tod, und durch den Tod …

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