Advent+Weihnachten 2014

Weihnachten

Folge dem Stern
traue deiner Intuition
die dich entschiedener werden lässt

Folge dem Stern
der dich zusammenführt mit anderen
die die Menschenfreundlichkeit Gottes
in allen Dimensionen des Lebens suchen

www.kirchenkreis-hagen .de

www.kirchenkreis-hagen .de

Folge dem Stern
der deine dunklen Seiten erhellt
im wohlwollenden Blick der Verwandlung

Folge dem Stern
der Menschen verschiedener Kulturen
zur Begegnung beim Essen und Trinken führt

Folge dem Stern
der deinen Hunger und Durst nach Gerechtigkeit
weiterträgt in dein soziales Engagement

Folge dem Stern
der dich an deine königliche Würde erinnert
sie entlastet dich davon
dir und anderen etwas beweisen zu müssen:
du darfst sein wie du bist

Pierre Stutz, Voll von Lichtern und Sternen, Ostfildern 2004


 4. Adventwoche – Friedenssehnsucht

…und Frieden auf Erden, … peace on earth …
Das ist DIE Weihnachtsbotschaft
 … peace on earth … so höre ich es, obwohl der Text des Band Aid Projektes eigentlich heißt: „feed the world, feel the world, heal the world, … let them now it’s christmas time at all.“
… peace on earth – weil ich es so hören will? Oder, weil Friede all das beinhaltet: gesicherte Ernährung, Empfindsamkeit für einander und Gesundheit.
… und Frieden auf Erden, … Schalom … Salam
So sangen auch Engel (in allen Religionen die Botschafter Gottes) vor mehr als 2000 Jahren anlässlich der Geburt Jesu diesem Flüchtlingskind, in einem Stall geboren und nach kurzem Leben als Botschafter des Friedensreiches Gottes ans Kreuz geschlagen.
…und Frieden auf Erden, …
Das war die Hoffnung, die mit diesem Jesus damals verbunden war, und die uns in unseren Weltsituationen mit Kriegs- und Gewaltbrennpunkten überall auf der Welt irgendwie befremdlich anmutet, obwohl die Sehnsucht nach Frieden eine Grund-Menschliche ist.
… peace on earth… den Menschen, die Gott liebt
Und das sind wir alle! Alle Menschen dieser Erde! Ungeachtet ihrer Gottesbeziehung!
… aber peace on earth realisiert sich nur, wenn wir diesen Frieden leben.
Friede gelingt, weil und wenn Ihr Euch für diese Friedensbotschaft engagiert.

– Möge Frieden auf Erden auch im kommenden Jahr bei uns spürbar und erlebbar sein!

Guido Schürenberg

Foto: Angelus - Tobias Reuter(+2012)

Foto: Angelus – Tobias Reuter (+2012)


3. Adventwoche – Gerechtigkeit

Sonne der Gerechtigkeit

1) Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in Deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr.

4) Tu der Völker Türen auf;
Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht.
Erbarm Dich, Herr.

5) Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
laß Du reiche Frucht aufgehn, wo sie unter Tränen säen.
Erbarm Dich, Herr.

Wo aber Gerechtigkeit und Friede sich küssen entsteht “Schalom”. Mit dem Namen “Schalom” wird erfülltes Leben benannt. Wer in Schalom wohnt, wohnt unter einer Wolke von Wohlwollen, die von Frieden und Gerechtigkeit durchdrungen ist.
Wolfgang Dietrich (Jeden Augenblick segnen, Verlag am Eschbach, S.223)

Foto: Benjamin Fuhrt

Foto: Benjamin Fuhrt

Segen:

Es stärke dich Gott
das Richtige zu tun
gegen alle Stimmen
von rechts und von links
säuselnd oder drohend

aufzurichten
was zerstoßen ward
von dunklen Mächten
gegen das Lachen
der Spötter

Neues zu wagen

trotz blutender Hände
auszusprechen
was gefährlich ist
und schweigend zu warten
wo die Menge drängt

gegen das Verzagen
das Trotzdem zu setzen
und unbeirrt
das Rechte zu tun
das Er dir zeigt

Wilma Klevinghaus
(Jeden Augenblick segnen, Verlag am Eschbach 2005, S.226)


 

2. Adventwoche – sich berühren lassen

September 2013 – eine Gruppe deutscher und sambischer Studierender begegnet Jugendlichen, die trotz Schulpflicht nicht zur Schule gehen, weil ihre Familien nicht das Schulgeld und die Prüfungsgebühren (umgerechnet ca. 20€ pro Jahr) nicht aufbringen können. Stattdessen müssen sie –häufig AIDS-Waisen- in der Landwirtschaft helfen oder am Straßenrand Feldprodukte verkaufen, um so zum Familieneinkommen beizutragen.

Diese Begegnung lässt einige aus der Gruppe nicht mehr los. „20€ geben wir mal eben an einem Abend für den Kinobesuch und anschließend in der Kneipe aus!“

Schulfee-Project-Zambia-NEW-2KleinSie gründen hier in Deutschland die Initiative Schulfee-Zambia.de und die Sambier in Sambia „Share the little we have“ mit dem Ziel, dauerhaft wirklich bedürftigen Jugendlichen den Schulbesuch zu ermöglichen und ggf. über Stipendien auch den Highschool-Abschluss.

Bereits im ersten Jahr können 25 Jugendliche zur Schule gehen und die Abschlussprüfung machen.
Die Finanzierung für das nächste Jahr ist gesichert und kann sogar ausgeweitet werden. …

Wir brauchen Bilder und Begegnungen, um uns berühren zu lassen von der Not und dem Schicksal der Menschen, sei es im Nahbereich oder auch in der Ferne. Dieses berührt sein ist mehr als „Mitleid“. Es geht tiefer, persönlicher.

Nur als Berührte können wir eine Beziehung aufbauen, um dadurch angestoßen auch bereit zu werden unser Verhalten zu ändern und uns einzusetzen für eine gerechte Welt.

Ermutigung zum
AUSHALTEN

Wenn die Ungerechtigkeiten der Welt
dir keine Ruhe lassen,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich vollerTatendrang
an die Seite der Armen zu stellen.

Wenn du zwar kleine Hoffnungszeichen erkennst,
aber das Leid in der Welt noch immer so groß ist,
dann wünsche ich dir den Mut,
diese Spannung auszuhalten.

Wenn du ungeduldig wirst
und verzweifelst,
wenn sich trotz aller Mühen
zu wenig bewegen lässt,
dann wünsche ich dir den Mut,
voll Gottvertrauen und Hingabe weiterzumachen.

misereor 2012


 1. Adventwoche – Sehnsucht nach Heil

zumthor-kapelle_rudi_huertgen2(1)Die Zeit im Advent ist geprägt von Sehnsucht.
Lichter, Musik, Adventsschmuck verkörpern unser Sehnen nach einer heilen Welt.
Und um Heil geht es ja an Weihnachten.
Dieser kleine Mensch in der Futterkrippe soll die Brüche in dieser Welt heilen, die zwischen den Menschen, zwischen uns und dem anderen Leben auf diesem Planeten und in uns selber bestehen.
Wir sind eingeladen, aufzubrechen, aus unserem breitgetretenen Alltagsweg auszubrechen, und uns auf die Suche zu machen nach dem, was an Weihnachten Gestalt annehmen will.
Angelika Büchelin (Jeden Augenblick segnen, Verlag am Eschbach 2005, S.244)


 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.