Wie halten wir das alles aus?

fragt Bernd Ulrich dieser Tage in der ZEIT 4/26 in einem lesenswerten Artikel zur politischen und gesellschaftlichen Resilienz in diesen globalen Poly-Krisen-Zeiten.
COCOONING, der Rückzug ins gemüt(!)liche Zuhause, in die überschaubare private Welt, suggeriert Sicherheit, Überschaubarkeit, wohl fühlen, … . Über unsere (mediale) Nabelschnur dringt die Welt dennoch immer wieder auch in unsere Bubble ein und lässt allenfalls einen temporären Lock Down zu.
Wegschauen, weghören mag noch zeitweilig funktionieren, aber die Realität ist und bleibt atmosphärisch und physisch spürbar. Die Fantasy meiner Bücher, die vielfältige Virtuosität meiner CD-Sammlung, das genussvolle Essen und Trinken, mein gemütlicher Ohrensessel, die entspannende Gartenarbeit, die erholsame Fahrrad-Tour, … alles wird immer wieder unter- und durchbrochen durch das wirkliche und herausfordernde Leben: Schwere und leichtere Krankheitsverläufe in der nahen Verwandtschaft, plötzliche Todesfälle im Freundeskreis, Dürre-Katastrophen und Hungersnot bei unseren afrikanischen Projektpartnern, das verbale Aufrüstung und das Säbelgerassel vermeintlicher Verbündeter, Hass und Gewalt in Zivilgesellschaft und Politik, drohende Kipppunkte der Klimaentwicklung, der andauernde Krieg in Europa, die täglich spürbare Abhängigkeit von Tech-Oligarchen und Rohstoff-Monopolisten, …

Am belastendsten aber die Sorge um die Zukunft meiner Kinder und Enkel.
Wie halte ich das alles aus? Welche Hoffnung habe ich?

Jesus der Prophet einer neuen Weltordnung nach GÖTT*lichem Maßstab fordert: »Ändert euer Leben! Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!« und »Kommt, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschen machen, die andere für Gott gewinnen.« (Matthäus-Sonntags-Evangelium 4,12-23)

Ja, da geht auch noch bei mir was an bewusster, sozial- und ökologie-verträglicher Lifestyle Änderung.
Und Hoffnung macht mir, dass ich damit nicht allein bin, auch über meine links-grün-versiffte Christen-Bubble hinaus. Wir sind und werden mehr!
Und irgendwo her kommt auch der MUT – bei mir und anderen aus dem Glauben an den ICH-BIN-DA-GOTT*

GS 27. Jan 2026