angesichts all der Gewalt und dem Hass um mich herum und weltweit, der physischen und psychischen, der analogen und der digitalen.
Nein möchte ich sagen zu Sexuellem- und Macht-Missbrauch.
Nein möchte ich sagen zu all der sublimen oder auch offen zur Schau getragenen toxischen Männlichkeit („das Aggressivität zur Präsentation der eigenen Männlichkeit nahelegt und eine Unterordnung von Frauen befürwortet“. Es zeichnet sich durch destruktive, von Dominanz geprägte Verhaltensmuster und gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen aus.“ Wikipedia)
Nein, das ist nicht mein Mann-Sein. Nein, das bin nicht ich und das möchte ich niemals sein!
Aber was oder wem nutzt mein Nein?
Mein lautes Nein positioniert mich, grenzt ab, ermöglicht die Solidarität mit den Opfern.
Vielleicht macht mein Nein mich vertrauenswürdig, gar liebenswürdig? Ich hoffe es!
Mein Nein ist der Versuch einer Antwort auf ein Schamgefühl, auf ein irgendwie verwickelt sein, das solange bleibt bis mein Nein zur Tat wird.
Ich glaube, das in meinem Nein sich auch GOTT*es Nein zu Unrecht, Hass und Gewalt ausdrückt, all dem, was dem gött*lichen Liebesgebot und dem Guten, das er für uns und diese Welt will entgegenstehen.
Und so versuche ich mit Anton Rotzetter zu beten:
„Nein möchte ich sagen mein GOTT*
zu allem, was lähmt, was krank und depressiv macht
zu allem, was zerstört, was Angst macht
zu allem, was blendet, was knechtet.
Gib mir Kraft mein GOTT*, dass ich Nein sage mit Dir,
zu allem, was blind macht, was die Sprache verschlägt
zu allem, was trennt, was schwächt
zu allem, was tödlich ist, was verwundet.
Übersetze mein GOTT* Dein Nein in die Sprache meiner Tat
und lass durch dieses Nein Dein Ja hörbar werden mir und aller Welt“*
GS 24. März 2026
*A. Rotzetter, Gott, der mich atmen lässt – Herder 2012 – S.125f (gekürzt)
