Aufschieben …

Nee, nicht jetzt, … am besten gar nicht, …kann das nicht jemand anderes machen?, …
Die anstehenden Herausforderungen,  Klausuren, Prüfungen sind zwar notwendig, werden aber als unangenehm empfunden, ja lösen Unlust und Angst aus. Also erstmal wegdrücken, das Lernen aufschieben, mich mit angenehmeren Tätigkeiten ablenken …
Jeder kennt das, was im Volksmund „Aufschieberitis“ und in der Psychologie „Prokrastination“ heißt, als schlechte Arbeitsgewohnheit. Manche scheinen allerdings auch diesen Druck zu brauchen, um kreative Leistungen zu erbringen.
Prokrastination scheint als Reaktion auf unangenehme Aufträge schon vor mehr als 3000 Jahren den Verfassern der Bibel bekannt gewesen zu sein. Von den Propheten Elias und Jonas wird zum Beispiel erzählt, wie sie sich dem göttlichen Auftrag durch Prokrastination oder Flucht zu entziehen versuchten. Der Urvater aller Propheten und geistlichen Führer Moses, der von Gott den Auftrag bekommt dem despotischen Pharao den Auszug der hebräischen Sklaven und ihrer Familien aus seinem Herrschaftsbereich anzukündigen unter der Führung des Moses. Er soll sich also gegenüber seinen Landsleuten und dem Herrscher als Kopf einer Freiheitsbewegung gegen die ägyptischen Unterdrücker outen.
Alle Versuche von Seiten Moses argumentativ diesen unangenehmen, angstmachenden, ja lebensriskanten Job loszuwerden scheitern an der Beharrlichkeit Gottes und selbst das verzweifelte Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit „ Herr, ich bin keiner, der gut reden kann…. Mein Mund und meine Zunge sind nämlich schwerfällig” (Exodus 4, 10)  provoziert göttlichen Zorn  – und eröffnet eine Teamlösung: Gott stellt dem Moses als Sprecher seinen Bruder Aaron “Ich weiß, er kann reden” (Exodus 4, 14) an die Seite.
Aufschieberitis löst das Problem nicht.  „Wirkungsvoller ist das Zerlegen von Aufgaben in kleine Einzelschritte, um Prokrastination zu verhindern.”(Wikipedia) oder fachlich ausgedrückt: Reduktion der Komplexität, z.B. im Team mit anderen

GS 28. Juni 2016

Ermutigung zum

Handeln

Wenn Du dir die Hände
nicht schmutzig machen willst
und dir einredest,
dass genug andere Menschen aktiv werden könnten,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich für die Wahrheit zu entscheiden.

Wenn du merkst,
dass Menschenrechte mit Füßen getreten werden,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich einzumischen
und Partei zu ergreifen für ein Leben in Würde.

Wenn du erkannt hast,
was auf dem Spiel steht,
aber vor den damit verbundenen Hindernissen zurückschreckst,
dann wünsche ich dir den Mut,
über deinen Schatten zu springen.

Angela Lohausen, Früh-/Spätschichtenreihe MISEREOR Fastenaktion 2012

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