Ein Urlaubsfoto des renommierten Klimafolgenforschers Stefan Rahmsdorf geht in diesen Tagen auf SocialMedia viral: Der Feuerhimmel über Lacanau und im Vordergrund ein kleiner Junge, der im Sand spielt. „In welchem Klima wird der kleine Junge aufwachsen?“ steht an der Feuerwand.
Wie viele Zeichen unserer (Krisen-)Zeit brauchen wir eigentlich noch, um endlich radikal zu handeln. Wo ist unser Kipppunkt der uns zum handeln zwingt?
Die Zeichen der Zeit zu deuten in der Natur und im Weltgeschehen ist auch Thema der Jesus-Botschaft vom GOTT*es Reich:
„Und wenn sich der Himmel morgens rot färbt und trübe aussieht, wisst ihr: ›Heute gibt es schlechtes Wetter.‹ Aus den Zeichen am Himmel könnt ihr das Wetter vorhersagen, aber die Zeichen der Zeit könnt ihr nicht deuten!“ (Mt 16,3)
Hintergrund ist die Anfrage der religiösen Hardliner, ob er denn überhaupt die (Voll-)Macht habe GOTT*es Wille mit der Welt zu verkünden und zu entsprechendem Handeln aufzufordern, für eine Weltordnung der Gerechtigkeit und Liebe. Sie fordern ein Beglaubigungszeichen.
Der Klimaforscher Stefan Rahmsdorf fordert seit Jahren, aufgrund der unübersehbaren lebensbedrohlichen Zeichen der menschengemachten Klimakatastrophen, einen radikalen Emissions-Stopp, um menschlichem Leben eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Unsere politischen Handlungs-Bevollmächtigten ignorieren diese Zeichen, leugnen die Verantwortlichkeiten, sitzen aus oder befeuern noch die sich abzeichnenden Katastrophen „ungeahnten“ Ausmaßes.
Die Ballade „Before the Deluge“ von Jackson Brown und Joan Baez (1974) beschreibt wie wir, die diese „Zeichen der Zeit“ sehen und die drohende Zerstörung von Menschheit und Natur erlebbar kommen sehen, mit unterschiedlichen Idealen und Motivationen versuchen die „Deluge“, die Sintflut aufzuhalten und zu überleben. In diesem erlebbaren und drohenden Zusammenbruch schenkt uns die Musik die Kraft und die Hoffnung, dass „die Schöpfung ihre Geheimnisse enthüllt, nach und nach / Wenn das Licht, das in uns verloren ist, den Himmel erreicht“.
„Möge die Musik unseren Geist beflügeln“, dass wir aufstehen und handeln.
GS 28. Juli 2026
