Sie verunsichert, lähmt unsere Handlungsfähigkeit und besetzt unser Denken.
Das Wort „Angst“ stammt vom griechischen Verb „agchein“ und dem lateinischen „angere“ ab. Beides heißt übersetzt „würgen“ oder „die Kehle zuschnüren“. Über die Psychoanalyse und Existenzphilosophie hat sich das deutsche Wort international eingebürgert, etwa im Englischen als „angst“. Während Furcht klar auf eine äußere Gefahr hin ausgerichtet ist, gilt Angst als unbestimmt.(planet-wissen.de)
Die immer spürbarere, weltweite und existenzbedrohende Erderhitzung und die daraus resultierenden Dürren, Überschwemmungen und Hurrikane verstärken meine und unsere Angst um die Zukunft unserer Kinder und Enkel.
Die zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft, menschenverachtende Äußerungen von Politikern, die wachsende Bedrohung unserer Freiheit und demokratischen Ordnung durch Rassismus und extremistische Ideologien verstärken diese Zukunfts-Angst.
Wie gehen wir mit den existenziellen Bedrohungen unserer Zeit um? Ignorieren wir sie? Spielen wir auf Zeit? Konsumieren wir, „solange es noch geht!“ oder hemmungslos „nach uns die Sintflut!“ Verdrängen wir unsere Angst oder aktiviert sie uns für eine lebenswerte Zukunft aufzustehen und uns einzusetzen an den Stellen, wo wir es können, auch durch persönliche Einschränkung und Verzicht im Glauben und Vertrauen auf eine lebenswerte Zukunft?
In der biblischen Geschichte vom Sturm auf dem See konfrontiert Jesus seine Freund_innen, die mit ihm „im gleichen Boot sitzen“ mit dieser existenzbedrohenden Angst: „Warum habt Ihr solche Angst?“ „Habt Ihr immer noch keine Glauben (=Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt)?“
Ja, mein Vertrauen und mein Glaube an diese gute, lebenswerte Zukunft braucht noch Mut und Kraft und die Erfahrung, das es zusammen geht – Angst überwinden.
„Keine Angst, keine Angst, keine Angst“ beruhigt mich, macht mich frei und wieder handlungsfähig mich einzusetzen für ein Leben in Gerechtigkeit und Liebe – ohne Gewalt.
GS 21. Juli 2026
