Wie es weitergeht …

wird bei Fernsehserien am Ende einer Folge eingeblendet und eine Seh- und Hörprobe der Folgen wird präsentiert

Diese „Vorschau“ auf die Folgen ist auch alle Jahre wieder Thema der Neujahrsansprachen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Für die Welt ist die Aussicht eher düster, sodass der UN-Generalsekretär Antonio Guterres in seiner Neujahrsansprache „Alarmstufe Rot für unsere Welt“ ausrief. Und er zählt auf: Verschärfte Konflikte, die Rückkehr der Angst vor einem Atomkrieg, Klimawandel, wachsende Ungleichheit, Menschenrechtsverletzungen, zunehmender Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit …
Diese Liste ließe sich je nach Lebenswelt und Perspektive katastrophal erweitern, da die Folgen des fortschreitenden Klimawandels immer verheerender sichtbar und spürbar werden und bei wachsender Weltbevölkerung die landwirtschaftlich nutzbare Fläche eher geringer wird und zudem noch durch Dürre und Überschwemmungen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln ausfällt.

Solch düstere Prognosen werden durch die Bilder dieser ersten Tage des neuen Jahres noch unterstrichen: Hitzewelle und Brände in Australien, Kälterekorde in Nordamerika, Hochwasser in Europa und nicht zuletzt auch der Abriss des Immerather Domes zugunsten des Braunkohletagebaus.

Diese Zukunftsaussichten provozieren Gefühle von Ohnmacht, Sorge um unsere Lebensgrundlagen und die unserer Kinder und Enkel.

Wie können wir diese Welt lebenswert erhalten? Wie können wir sie zu einem Ort des „Guten Lebens für alle“ (Millenium-Ziel der Vereinten Nationen 2015)
Das südamerikanische Konzept des „guten Lebens“ („buen vivir“) verfolgt ein Gleichgewicht mit der Natur, die Reduktion von sozialer Ungleichheit, eine solidarische Wirtschaft und eine pluralistische Demokratie mit neuen Räumen zivilgesellschaftlicher Partizipation

Auch die rheinische Gelassenheit des „Et hätt noch emmer joot jejange“ („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“) -Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren– ändert ja nichts an der Situation, wie sie ist oder wie sie in naher Zukunft sich ereignet.

Es geht darum die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und sie zu tun –wenn wir wirklich etwas nachhaltig verändern wollen.

Bewusster mein Leben und die täglichen Routinen gestalten, verantwortlich konsumieren, verzichten, teilen, … das klingt wie ein Fastenaufruf – und das auf dem Höhepunkt der Karnevalszeit. Aber nur so setzen WIR den nachhaltigen Startpunkt für BUEN VIVIR ein „Gutes Leben für alle“ auf diesem wunderbaren Planeten Erde.              GS 9. Jan 2018

Spende deinen Segen, Gott,
über unsere Welt
und bleib uns treu
in allem, was geschehen kann.
Wir wollen unser Dasein
mit all seinen Sorgen und Freuden
empfangen aus deiner Hand.
Und wir erhoffen ein glückliches Leben,
hier und jetzt
und in Ewigkeit.

HUUB OSTERHUIS (Deine Güte umsorgt uns, Verlag am Eschbach 2001, S.74)

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