Es ist … kompliziert

Wenn ich mir in diesen Tagen meine kleine Welt anschaue, mich an der Blütenpracht und den reichlich tragenden Obstbäumen, dem wolkenklaren Himmel und den lauen Sommernächten auf der Gartenterasse freue, dann bleibt immer ein Beigeschmack! Weil ich die außergewöhnliche Trockenheit ignoriere, daß die Bäume in der Stadt jetzt schon die Blätter abwerfen. Climate Change lässt sich auch in unseren Breiten nicht mehr leugnen.
Der Film EINE UNBEQUEME WAHRHEIT -mittlerweile 12 Jahre alt- den wir in der KHG zeigten, dokumentiert diese schleichende, in Kauf genommene Veränderung unseres Klimas mit ihren immer sichtbarer werdenden Folgen. Und er liefert Erklärungen und fordert -leider erst im Abspann- Maßnahmen, die jede*r Einzelne tun kann, um das Erschreckende abzuwehren. Aber es braucht den politischen Willen und die Bereitschaft von Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie, … entsprechende Rahmenbedingungen bereitzustellen, um die immer näher rückende Bedrohung des Lebens auf dieser Erde zu stoppen und zu kompensieren. Diese Allianz aller Player, die das Pariser Klimaabkommen im Dezember 2015 ermöglichte, bröckelt durch nationale Egoismen und individuelle Ignoranz.
Dieser Sommer ist für mich vordergründig erstmal schön, aber für manche schon in meiner Nachbarschaft, die direkt am Tagebau leben und denen das Grundwasser weggepumpt wird erschreckend. Für meine Freunde im südlichen Afrika ist der Klimawandel katastrophal, existenzgefährdend. Die Zukunft meiner Kinder und Enkel ist gefährdet. All das ist mir seit 1978 bekannt, als ich die amerikanische Umweltstudie GLOBAL 2000 las. Aber richtig bewusst wird es erst langsam, wo ich den Klimawandel spüren und sehen kann. Und das Gefühl der Ohnmacht wächst.
Die Studierenden,mit denen ich den Film gesehen habe, waren optimistischer, dass die Weltgemeinschaft nachhaltige Lösungen für eine lebenswerte Zukunft findet und umsetzt. Das wie und wann ist offen. Sie wollen sich daran beteiligen, ich kann und werde dafür beten.
Jetzt will ich mich am Sommer und am Leben freuen – dankbar, dass es mir so gut geht.

Die Wege
auf denen wir gehen
die verschiedenfarbigen Träume
an denen wir spinnen
unsere Erinnerungen
aus Licht und Dunkel
und die Bilder
in denen wir uns selbst
die Menschen
und Dich
Gott
denken
träumen
all dies bringen wir vor Dich:

Lege Du auf uns Deinen Segen
voller Stärke und Weisheit
und Mut des Herzens
Deinen mütterlichen Segen
lege auf uns

Lege Du auf uns Deinen Segen
voller Kraft und Fürsorge
und Zuneigung Deines Herzens
Deinen väterlichen Segen
lege auf uns

Lege Du auf uns Deinen Segen
voller Rat und Beistand
und Leidenschaft des Herzens
Deinen freundschaftlichen Segen
lege auf uns

Isabella Schneider (Segen für den Weg des Lebens, Verlag am Eschbach 2009, S.46)

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