Enttäuscht

Viel Vertrauen und große Hoffnungen wurde in den vergangenen Tagen in Gesellschaft und Kirche in Deutschland enttäuscht. Chancen auf Veränderung vertan.

Politische Verbindlichkeit wurde durch machtstrategische Manöver ersetzt.

Papst Franziskus betont die wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit und den Schutz der bedrohten Mitwelt, setzt sich aber in seinem Schreiben zur Amazonas(!)-Synode über die Forderung der synodalen Versammlung den Zölibat als Zugangsvoraussetzung zum Priesteramt frei zu stellen hinweg und Frauen bleiben weiterhin von Weiheämtern ausgeschlossen, da ja dieses Thema letztgültig durch Johannes Paul II entschieden sei. Erst recht nicht wird die überkommene hierarchisch (heilige Ordnung) begründete Machtstruktur in der Kirche in Frage gestellt.

Wie es vermeintlich war zu aller Zeit, so auch jetzt und in Ewigkeit.

Nein von mir gibt es dazu kein Amen (so sei es).

Immerhin im Unterschied zum Rumlavieren der CDU ist Franziskus kein Maybe. Sein Ja ist ein Ja und sein Nein ist ein Nein, wie Jesus es in der Bergpredigt fordert, weil “alles andere ist vom Bösen” (Mt 5,37)

Nur wird auch diesmal eine Chance vertan die Zeichen der Zeit zu erkennen, entsprechend zu handeln und so das Reich Gottes mit dieser Kirche zu verwirklichen (Mt 16,3).

GS 18. Februar 2020

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