DAS IST ABER NICHT FAIR!

Dieser Ausruf machte unter uns Kindern immer dann die Runde, wenn wir uns benachteiligt fühlten und ungerecht behandelt. Das englische Wort FAIR ist über den Sport (Fairplay), die Gerichtssprache (Fairer Prozess) und in der Variante Fairness in den täglichen Sprachgebrauch als Wertvorstellung eigegangen.
Fair meint anständig, ordentlich und Fairness drückt eine Vorstellung von Gerechtigkeit aus.
Vom 16.-30. September haben die Weltladen-Bewegung, das Forum Fairer Handel und die Labelorganisation TransFair die FAIRE WOCHE ausgerufen. Diese Handelsorganisationen wollen mit den jährlich stattfinden Aktionswochen Bewusstsein für den Fairen Handel schaffen, d.h. dass die Produzenten gerechte Preise für ihre Waren erhalten. Das betrifft nicht nur Lebensmittel, sondern auch Textilien. Die Wirkung dieser Kampagnen ist offensichtlich: Der Umsatz fair gehandelter Produkte in Deutschland hat sich gegenüber 2010 verdreifacht.
Das was jeder von uns selbstverständlich erwartet, “fairer Lohn für gute Arbeit” ist in diesen Branchen nicht selbstverständlich, sondern muss von den Produzenten unserer Lebens-Mittel in den Ländern des globalen Südens -aber auch von den Milchbauern in Deutschland- mühsam erstritten werden, bzw. wird ihnen verweigert. Fair wäre es, wenn unsere Lebensmittel ihnen ein faires, weil gerechtes Einkommen bringen würde, das ihnen und ihren Familien ein BUEN VIVIR, ein gutes Leben für alle, wie es die Staatengemeinschaft seit 2015 fordert, ermöglichen würde.
Die Realität im Welthandel ist nach wie vor Ausbeutung, Preis- und Lohndumping unter teils unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Raubbau an der Natur.
FAIRER HANDEL ist dagegen ein politisches Zeichen der Solidarität, das wir als Verbraucher setzen können, damit unser Konsum fairer wird.

GS 20. Sept. 2016

Ermutigung zum HANDELN

Wenn du dir die Hände
nicht schmutzig machen willst
und dir einredest,
dass genug andere Menschen aktiv werden könnten,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich für die Wahrheit zu entscheiden.

Wenn du merkst,
dass Menschenrechte mit Füßen getreten werden,
dann wünsche ich dir den Mut,
dich einzumischen
und Partei zu ergreifen für ein Leben in Würde.

Wenn du erkannt hast,
was auf dem Spiel steht,
aber vor den damit verbundenen Hindernissen zurückschreckst,
dann wünsche ich dir den Mut,
über deinen Schatten zu springen.

Angela Lohausen, Früh-/Spätschichten MISEREOR-Fastenaktion 2012

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