Bei Euch nicht!

Macht und ihre Demonstration spielt in diesen Tagen in unserer Gesellschaft eine immer wirkmächtigere Rolle:
Sei es die “Macht der Strasse” bei den Demonstrationen am Hambacher Forst, die unteilbar-Demo in Berlin, die Anti-Brexit Demonstrationen in London oder im Osten unserer Republik die immer noch stattfindenden Pegida-Demonstrationen und ihre Geschwister.
Oder das Thema “Macht und Sex” (Die Zeit Nr. 43/2018), wie wir es in dieser Kombination immer wieder nicht nur aus amerikanischen Regierungskreisen präsentiert bekommen. Und nicht zuletzt als Machtmissbrauch, in vielen Bereichen unserer Gesellschaft bis hin zu den weltkirchenweiten Mißbrauchsskandalen mit einer Ursache im Klerikalismus.
Da trifft das Markusevangelium des vergangenen Sonntags angesichts des Machtgebahrens und Neids unter den engsten Freunden Jesu auf den Punkt, hält uns den Spiegel vor und fordert uns Christen (und auch die Parteien und Politiker, die sich so nennen)heraus :
»Ihr wisst, wie die Großen und Mächtigen dieser Welt ihre Völker unterdrücken. Wer die Macht hat, nutzt sie rücksichtslos aus. Aber so soll es bei euch nicht sein! Im Gegenteil: Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen.<< In diesem christlichen Anspruch ist kein Platz für Alpha-Tiere und Machtgehabe, erst recht nicht unter dem Zeichen des Kreuzes. Der Auftrag der Christen und ihrer Kirchen ist der Dienst an den Menschen und die Solidarität mit den Armen: “Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen, insbesondere der Armen und Unterdrückten aller Art , sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi”(2. Vatikanisches Konzil, 1965).
Macht und Einfluß haben dem Wohle aller Menschen auf diesem Planeten zu dienen – so soll es bei uns sein.        GS 23. Okt. 2018

Gott lasse dein Leben gelingen

Der mütterlich-väterliche Gott sei dir nahe
in allem, was dir begegnet auf dem Weg deines Lebens.

Er umarme dich in Freude und Schmerz
und lasse aus beidem Gutes wachsen.

Ein offenes Herz schenke er dir für alle,
die deiner bedürftig sind.

Selbstvertrauen und den Mut, dich verwunden
und heilen zu lassen.

In aller Gefährdung bewahre er dir Seele und Leib
und lasse dein Leben gelingen.

ANTJE SABINE NAEGELI (Deine Güte umsorgt uns, Verlag am Eschbach 2001, S.30)

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