Aufbrechen: Leben riskieren

In dem heutigen Evangeliumstext findet ein weiterer solche Aufbruch statt. Jesus löst sich aus dem vorgegebenen System “Familie”. Während seinen Eltern deutlich Sorge und Angst zugeordnet werden, dominiert bei der Beschreibung des Sohnes Sicherheit, Selbstbewußtsein.

Es ist harte Kost. Vor allem drei Tage nachdem wir zusammen gefeiert haben, dass unter ärmlichsten Verhältnissen eine kleine Familie entstand. Dass alle Beteiligten sich viel haben abverlangen lassen. In einem Film würde uns eine solche Entwicklung empören. Aber die Schreiber der Heiligen Schrift hatten ein etwas anderes Verständnis von Happy End. Lukas übersah nicht die sehr menschlichen und realen Ängste der Eltern. Aber er sagte mit dieser für ihn unverzichtbaren Episode: Wer aufbricht, wer Gewohnheiten aufbricht, wer ohne Ziel aufbricht, riskiert nicht nur Gefahren – sondern sein Leben. Er riskiert, wirklich zu leben.

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