Sie verstanden sich als christliche Wertegemeinschaft in der europäischen Politik und ihrer Parteien-Landschaft. Ihre Stärke war die stabile Bindung an ihre Unterstützer-Milieus in den christlichen Kirchen und „eine Politik, die auf wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand, soziale Sicherung, Ausgleich divergierender gesellschaftlicher Interessen, Konfliktschlichtung, Westbindung und Europäische Integration ausgerichtet“ (KAS Nr.353- 6/2019).
Erfolg versprach Umfrage-Tiefs die stärkere „Betonung von Themen wie innere Sicherheit und Migrationskontrolle, liberalen Positionen, neuen Kandidaten und personalisierten Kampagnen.“ Kirchlichen Bewegungen hingegen engagierten sich im Ökumenischen Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung, basierend auf zentralen Aussagen der Botschaft Jesu. Das politische Deutungs- und Vertretungs-Monopol christlicher Werte der C-Parteien war in Frage gestellt – europaweit.
Kirchentage bieten Diskurs- und Konfliktbühnen für prominente Vertreter_innen dieser unterschiedlichen Sichten dessen, was christliche Politikverantwortung und kirchliches Handeln sein könnten und sollten.
CDU-Generalsekretär Heiner Geißler setzte für Christen und christliche Politiker den Maßstab: „Jesus spricht die Menschen an, wie sie sind: in ihrer Armut, ihrem Hunger, ihrer Trauer, ihrer Verfolgung – eben im Elend der Welt. Und… er erklärt, was das heißt: Wer zu mir gehören will, der muss den Hunger bekämpfen, den Menschen Trinkwasser geben, den Obdachlosen eine Wohnung, Flüchtlinge aufnehmen, den frierenden Kleider geben, Kranke pflegen und Gefangene besuchen. (Evangelischer Kirchentag 2015)
Hingegen verbittet sich Julia Klöckner, CDU-Vorstand -beim Katholikentag in Würzburg 2026- die Einmischung der Kirchen in die Politik und verweist diese auf Seelsorge und „die grundsätzlichen Fragen von Leben und Tod“
„einfach mal machen“ (Carsten Linnemann, CDU) im Sinne der Bergpredigt: barmherzig sein, für Gerechtigkeit kämpfen, Frieden stiften, Beschimpfung und Verleumdung in Kauf nehmend, um eine Weltordnung nach GOTT*es Willen zu ermöglichen.
GS 19. Mai 2026
#bergpredigtundpolitik #glaubenleben #christlichepolitik
