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13. Dez – Wenn sich Türen öffnen

Unserer Sehnsucht die Türen öffnen
Wenn uns in der dunkelsten Jahreszeit allüberall zuckersüße Glückseligkeit und Frieden vorgespielt werden, dann werden wir dünnhäutig. Eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit pocht an unsere Seelen und sie lässt sich nicht dauerhaft abweisen mit Geschäftigkeit, Geschäften und Geschenken.
Denn sie gehört zum Wesen des Menschen, ist von so vitalem Interesse wie Hunger und Durst. – Der Advent ist die Zeit des „Marána thá!“ – „Komm, Herr, komm!“ – In diesem aramäischen Ruf der frühen Christen, die in der ganz konkreten Erwartung auf die Wiederkunft Christi standen, brennt die konkrete Hoffnung auf den, der uns diese Geborgenheit, dieses Heil-Sein verheißt.
Auch Paulus verwendet diesen Ausruf in seinen abschließenden Mahnungen und Grüßen im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 16,13-24): „Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid mutig, seid stark! Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“, heißt es zu Beginn, und Paulus schließt mit dem Aufruf: „Marána thá – Unser Herr, komm!“ Der Advent ist für uns Christen eine Chance, der Sehnsucht in uns die Tür zu öffnen. Klopfen wir an bei uns selbst! – Wohnen hier die Hoffnung und die Erwartung?

Zum Nachdenken
Bis sich das Ohr
nach innen öffnet,
hat der Misston Macht
über das Glück
des Seelenfriedens.
Wer die Ohren des Herzens
öffnet,
kann das Lied der Sehnsucht
verstehen.

• Höre ich unter den vielen lauten Geräuschen des Alltags das Pochen meiner Sehnsucht heraus?
• Bin ich bereit, meiner Sehnsucht die Tür zu öffnen?
• Nehme ich mir Zeit für meine Sehnsucht, gebe ich ihr Raum in meinem Leben?
• Ist mir meine Sehnsucht ein unliebsamer Gast oder Teil meiner selbst?

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