„Lasst euch nicht von Sorgen bestimmen, bringt vielmehr in jeder Lage eure Anliegen in Gebet und Bitte vor Gott, immer begleitet von Danksagung. Und Gottes Friede, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und eure Gedanken“ (Philipperbrief 4)
Ich lese diese Hoffnung gebenden Worte des Paulus nach einem Tag mit Freunden in der Gasometer-Ausstellung „Mythos Wald“; anschließend ein Rundblick über meine Heimat des westlichen Ruhrgebiets mit soviel sattem Grün, Dank der Transformationsprozesse der vergangenen 50 Jahre.
Fahrt durch Essen vom industriegeprägten Norden, vorbei am Verwaltungs-, Handels und Wissenschafts-Zentrum und an meinem Kirchenbiotop St. Andreas in Rüttenscheid. Schließlich der Blick auf das Ruhrtal im Essener Süden …

Dankbar all dies erleben zu dürfen, sich zu erinnern der unbekümmerten Jugendzeit „tief im Westen“, der religiösen Prägung in einer aufbrechenden Kirche und der politischen Sensibilisierung angesichts der Gerechtigkeitslücken der Transformation dieser durch Bergbau und Industrie geprägten Landschaft, dem Ruhr-Pott – und der sich abzeichnenden, durch den Club of Rome und Global 2000 prognostizierten Klimakatastrophen.
Mehr als 50 Jahre später – dankbar dafür!
Trotz all der Sorgen, was wird, infolge der unaufhaltsamen Klimawandel-Folgen, die wir täglich in unserer Umgebung und weltweit erleben blicke, ich dankbar erinnernd auf diese grünen Landschaften und muss dennoch die Sorgen um die Zukunft meiner Kinder und Enkel aushalten.
Paulus fordert die Christen in Philippi auf all das, was sie so existenziell beschäftigt „in Gebet und Bitte vor Gott“ zu bringen.

Spiritueller Hotspot im Ruhrtal ist die dem Abt und Bischof geweihte Basilika St. Ludgerus und insbesondere deren karolingische Ring-Krypta aus dem 9. Jahrhundert.
Ort für Gebet und Bitte.
Bei aller Zukunft-Sorge bleibt am Ende dieses Tages mit Freunden die Zusage Hoffnung gebend: „Und Gottes Friede, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und eure Gedanken“

GS 6. Okt 2026